Aquarell malen lernen für Anfänger: So gehts

Aquarell, Leopard, Aquarell malen lernen

Aquarell malen lernen für Anfänger: Wer die Herausforderung liebt, steigt früher oder später sicher von Buntstifte auf die Aquarellmalerei um. Aber wieso gerade Aquarell?

Der Schwierigkeitsgrad, mit Buntstiften zu malen ist nur begrenzt. Viel schwieriger wird es, von Stifte auf Pinsel umzusteigen. Und genau hier kommen Aquarellfarben ins Spiel.

Es macht unglaublich viel Spaß, mit Aquarellfarben zu arbeiten. Auch für Erwachsene wird das zu einer echten Herausforderung.

Anfänger sollten auf jeden Fall mit fertigen Vorlagen beginnen und erst einmal schauen, ob ihnen das Malen mit Aquarellfarben liegt. Dafür eignet sich nichts besser, als Malbücher oder leere Aquarellblöcke. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du auch als Anfänger mit Aquarell malen lernen kannst. Es ist wirklich leicht.

Warum Aquarellfarben?

Das Gute an Aquarell ist, dass man damit wahnsinnig schöne Motive auf das Blatt zaubern kann. Während Bilder, die man mit Buntstiften malt, am Ende sowieso irgendwann im Papierkorb landen, hebt man sich Aquarellbilder schon eher länger auf.

Manche entdecken dann erst die Liebe und Faszination zu Aquarellfarben. Es kann Erwachsene und Kinder regelrecht fesseln. Die Motive sehen noch farbechter aus, als man es von Buntstiften kennt.

Ist man einmal „besessen“ davon, steigt man schnell auf freihändiges Malen um. Skizzen werden von Hand vorgezeichnet und dann mit Aquarellfarben angemalt. Dabei kommen Motive wie das unten gezeigte heraus.

2 traumhaft schöne Fische. Zugegeben: Um so ein Motiv hinzubekommen, bedarf es ein wenig Übung. Aber mit ein wenig Übung klappt es vielleicht auch bald bei dir.

Aquarell, Fische gemalt
Schöne Fische im Wasser, gemalt mit Aquarellfarben

Aquarell malen lernen mit Malbücher

Anfänger können mit Malbücher oder vorgedruckten Vorlagen zu malen beginnen. Leider gibt es fast keine Aquarell-Malbücher zu kaufen. Die Auswahl ist sehr klein. Tatsächlich gibt es nur einige wenige Aquarell Malbücher. Das liegt vielleicht daran, dass die Nachfrage in diesem Bereich einfach nicht hoch genug ist. Trotzdem habe ich ein Malbuch bei Amazon gefunden.

Blumen Aquarell Malbuch*
Aquarell Malbuch mit tollen Blumenmotiven.

Eine weitere Möglichkeit ist es, vorgedruckte Malvorlagen zu kaufen und diese dann anzumalen.

Wirst du auch da nicht fündig, dann bleibt dir nichts anderes übrig, als eigene Bilder zu entwerfen (mit Hand vorzeichnen oder ausdrucken) und diese dann mit Aquarellfarben anzumalen.

Dazu benötigst du nur ein paar gute Aquarellfarben und ein Aquarellpapier.

Welche Aquarellfarben für Anfänger?

Falls du noch keine Aquarellfarben zu Hause hast, solltest du dir auf jeden Fall welche zulegen.

Ich empfehle Anfängern immer, sich ein Set mit vielen Farben zu kaufen. Das hat den Grund, dass Anfänger die Farben einfach noch nicht selbst mischen können. Ein Aquarellfarben-Set mit mindestens 20 Farben finde ich persönlich am besten. So sind die häufigsten Farbtöne auf jeden Fall abgedeckt.

Natürlich benötigst du auch einen Zeichenstift, Radiergummi und Spitzer. In den hier vorgestellten habe ich das aber berücksichtigt.

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Welche Aquarellfarben für Fortgeschrittene und Profis?

Wer bereits Erfahrungen sammeln konnte und der Meinung ist, dass es sich lohnt, mehr Geld für bessere Farben auszugeben, der sollte sich hochwertige Farben zulegen.

Aber was ist hochwertig?

Hochwertige Farben sind zum Beispiel hoch pigmentiert. Die Farben sind dunkler und ergeben ein schöneres Bild ab. Die Farbpigmente sind sehr fein. Den Unterschied erkennt man beim Malen sofort. Der Wow-Effekt lässt nicht auf sich warten.

Wie auch bei Ölfarben spielt Schminke hier ganz vorne mit. Ihre Farben gehören zu den besten am Markt.

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Welches Aquarellpapier?

Aquarellpapier eignet sich für alle, die die Herausforderung suchen und bereits künstlerisches Geschick bewiesen haben. Aquarellpapier besteht aus weißem, ungedrucktem Papier. Hier gibt es keine Malvorlagen. Es gibt keine fertigen Skizzen, die man nur noch ausmalen muss.

Was für ein Motiv entstehen soll, entscheidet der Künstler selbst. Hast du Lust darauf, deine ganz eigenen Motive zu entwerfen?

Wichtig dabei ist, dass das Papier nicht zu dünn ist. 300 g sollte das Papier haben.

Außerdem ist eine gute Qualität besonders wichtig. Schlechtes Papier erkennt man zum Beispiel daran, dass die Farben entweder zu wenig Wasser aufnehmen. Auch, wenn die Motive einfach nicht schön werden, kann das am Papier liegen.

Die Größe ist auch wichtig. Optimal beginnt man mit kleinen Formaten, wie zum Beispiel DIN A4, bevor man sich an größere Formate wagt.

Hochwertiges Aquarellpapier 300 g, DIN A4, 20 Blätter*
Dieser Aquarellblock erfüllt höchste Qualitätsansprüche. So werden die gemalten Motive besonders schön.

Die richtigen Aquarell-Pinsel

Pinsel sind so eine Sache. Als Anfänger benötigt man meistens keine speziellen Pinsel. Man ist ja noch in der Lernphase.

Interessanter wird es, wenn man sich dazu entscheidet, komplexere Motive mit mehr Details zu malen. Dann reicht ein Pinsel nicht mehr aus.

In diesem Fall sollte man sich mehrere Pinsel zulegen. Von sehr fein bis grob sollten alle Pinsel dabei sein. Sehr feine Pinsel benötigt man zum Beispiel dann, wenn man feine Detail wie dünne Zweige malt.

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Aquarell malen lernen: Schritt für Schritt

Du willst mit Aquarell malen lernen? Kein Problem. Mit dieser einfachen Anleitung kannst du es Schritt für Schritt lernen. Es ist wirklich einfach. Dazu musst du nur ein paar Grundlagen kennen.

fangen wir mit den Maltechniken an. In der Aquarellmalerei gibt es nur 3 Maltechniken, die man kennen sollte:

  1. Lasieren
  2. Lavieren
  3. Granulieren

1. Lasieren (Nass auf Trocken)

Beim Lasieren wartet man nach jeder Farbschicht, bis diese ganz getrocknet ist. Erst, wenn die untere Farbschicht trocken ist, kann man die nächste Farbschicht auftragen.

Diese Maltechnik eignet sich vor allem für Anfänger. Ich rate jedem, so zu beginnen. Die Farbe trocknet ziemlich schnell. Malt man die nächste Schicht auf, sollte man dies nicht zu langsam tun. Sonst könnte die untere Farbe wieder feucht werden und sich mit der frischen Farbe vermischen.

Unten siehst du ein lasiertes Bild. Man erkennt, dass die Farben übereinander gemalt wurden und sich nicht vermischen.

Lasieren, Nass auf Trocken

2. Lavieren (Nass in Nass)

Beim Lavieren malt man bereits mit einer neuen Farbe weiter, obwohl die alte noch nicht getrocknet ist. Das hat folgenden Grund: Man kann die Farben miteinander vermischen. So bekommt man schöne Farbübergänge hin.

Unten siehst du ein laviertes Bild mit schönen Farbübergängen.

Lavieren (Nass in Nass)

3. Granulieren

Beim Granulieren nimmt man nur ganz wenig Wasser. Der Pinsel sollte auf keinen Fall sein (viel Farbe und wenig Wasser). Das Aquarellpapier sollte relativ rau sein.

Nun streicht man mit ganz wenig Druck über das Papier. So wird nur die Oberfläche des Papiers mit Farbe bestrichen. Die tiefere Papierschicht bleibt weiß (mit Absicht). Damit will man dem Bild eine bestimmte Struktur geben (z. B. bei Mauerwerk).

Immer von hinten nach vorne malen

Wenn du mit Aquarellfarben malst, dann solltest du immer von hinten nach vorne malen. Diese Technik kommt auch bei der Ölmalerei vor.

Hier ein kleines Beispiel:

Du hast ein Bild mit Berge, Himmel und einem Meer. Der Himmel ist ganz hinten und wird daher zuerst gemalt. Hier nicht Angst, haben, dass du etwas falsch machst. Male ruhig das halbe Bild mit dem Himmel an.

Danach kannst du die Berge malen. Diese malst du einfach über den Himmel. Zum Schuss kommt das Meer dran. Da es ganz vorne ist, malst du es zuletzt. Mit dieser Technik gelingt fast jedes Bild.

Von hell nach dunkel

Ebenfalls wichtig ist es, von hell nach dunkel zu malen. Das ist ebenfalls nicht schwer.

Meistens ist es sowieso, dass die hinteren Elemente heller sind (vor allem in der Natur). Versuche also zuerst, die helleren Elemente zu malen.

Dunkel auf hell geht immer, weil das heller einfach übermalt werden kann. Umgekehrt geht es aber nicht.

Wie malt man mit Aquarellstiften?

Mit Aquarellstifte zu malen ist nicht schwer. Zuerst solltest du ein paar Übungen machen. So lernst du am besten:

  1. Male eine Kontur mit einem Aquarellstift.
  2. Male dieselbe Kontur mit einem feuchten Aquarellstift nach.
  3. Dann malst du erneut eine Kontur mit einem trockenen Aquarellstift. Im Anschluss danach malst du mit einem Pinsel über diese Kontur.
  4. Zuletzt malst du ein Feld mit einem Pinsel an. Lass die Farbe antrocknen und male die Außenkontur mit einem Aquarellstift nach.

Vergleiche die 4 Ergebnisse. Jetzt ist keine Erklärung mehr nötig! Du siehst selbst die Unterschiede.

Tipp: Ich persönlich finde, dass die Bilder am schönsten werden, wenn man das Bild mit einem Pinsel ausmalt. Danach malt man die Außenkonturen nach, die hervorgehoben werden sollen. Wenn man es richtig macht, dann kann das so aussehen, wie auf dem Bild unten.

Die Farben des Tigers werden mit einem Pinsel gemalt. Die feinen Konturen (Augen, Streifen und Umrisse des Tigers) werden mit Aquarellstifte nachgezogen.

Aquarellstifte, Aquarell malen lernen

Letzte Aktualisierung am 21.08.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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