Ratgeber · Malbuch für Erwachsene
Albrecht Dürer Watercolour Marker: Aquarell zum Mitnehmen
Die Faber-Castell Albrecht Dürer Watercolour Marker sind Aquarellfarbe im Stift. Du zeichnest und malst damit wie mit einem Filzstift, vermalst die Farbe aber anschließend mit Wasser. Hier erfährst du, was die Aquarellmarker können, welche Sets es gibt, welches Papier du brauchst und wie sie sich für Malbücher eignen.

Was die Aquarellmarker ausmacht
Jeder Marker hat zwei Stiftspitzen, Pinselspitze und Faserspitze. Die weiche Pinselspitze ist für flächigen Farbauftrag und schwungvolle Skizzen gedacht, die feste Faserspitze für Konturen und Details. Die Strichbreite der Faserspitze liegt laut Hersteller bei 1 bis 2 mm. Die Tinte basiert auf Wasser. Dank der hohen Pigmentierung sind die Farben kräftig, und laut Faber-Castell sind sie hoch lichtbeständig, eine fertige Zeichnung verblasst also nicht so schnell. Auf Aquarellpapier schlägt die Tinte nicht durch.
Der wichtigste Unterschied zu einem normalen Filzstift ist die Wasservermalbarkeit: Die Farbe bleibt auch nach dem Trocknen mit Wasser vermalbar. Mit einem feuchten Pinsel löst du die Striche an und machst daraus Flächen mit typischer Aquarelloptik. Faber-Castell selbst beschreibt den Künstleraquarellmarker als „moderne Definition der Aquarellmalerei“.
Sets und Farben
Die Albrecht Dürer Watercolour Marker gibt es in 30 Farben, einzeln oder im Set. Laut Faber-Castell sind diese Etuis erhältlich:
Farbmischungen: 5er, 10er, 20er und 30er Etui, das 30er auch als Zipper-Etui.
Themen-Sets mit 5 Markern: Urban Sketching, Plein Air (Landschaft), Grautöne und Portrait.
Geschenketui: 17-teilig.
Dazu gibt es einen farblosen Blender, mit dem du Farben ohne Wasser ineinander verlaufen lässt.
Techniken mit den Aquarellmarkern
Faber-Castell zeigt in einem eigenen Tutorial, was mit den Markern möglich ist. Die wichtigsten Techniken:
Trocken übereinander malen
Ohne Wasser verhalten sich die Marker wie Filzstifte. Weil die Tinte durchscheinend ist, entstehen beim Übereinanderlegen neue Mischtöne. Auch Schraffuren funktionieren: Je dichter die Linien, desto kräftiger die Farbe, Kreuzschraffuren ergeben Mischfarben.
Mit Wasser vermalen
Ein feuchter Pinsel löst die Farbe an. So werden aus Strichen Flächen, und nebeneinanderliegende Farben verlaufen zu weichen Farbverläufen.
Nass in Nass und Lasuren
Zeichnest du auf angefeuchtetes Papier, laufen die Farben von selbst aus. Für Lasuren lässt du jede Schicht trocknen und malst die nächste darüber, das gibt dem Bild Tiefe.
Salz und andere Effekte
Streust du grobes Salz in die nasse Farbe, entstehen helle, sternförmige Strukturen. Ein weiterer Tipp des Herstellers: Farbe auf einem separaten Blatt anlösen und mit dem Pinsel in feuchte Flächen einarbeiten.
Wird eine Spitze beim Malen schmutzig, wischst du sie einfach an einem Papiertuch ab, bis die eigene Farbe wieder sauber kommt.
Welches Papier?
Für Aquarelltechniken brauchst du Aquarellpapier. Faber-Castell nennt im Tutorial Blöcke mit 300 g/m². Auf dünnem Papier lassen sich die Farben kaum anlösen, und das Blatt wellt sich.
Eignen sich die Marker für Malbücher?
Für normale Malbücher nur eingeschränkt. Trocken gemalt funktionieren sie wie gute Filzstifte und bringen kräftige Farben ins Bild. Die Aquarelleffekte brauchen aber Wasser, und das verträgt dünnes Malbuchpapier nicht. Es wellt sich, im schlimmsten Fall reißt es.
Ideal sind die Marker deshalb für Malbücher und Blöcke, die auf Aquarellpapier gedruckt sind, für Malvorlagen, die du auf dickes Papier druckst, und für eigene Skizzen. Wie du mit Aquarell anfängst, erklären wir in unserem Ratgeber Aquarell malen für Anfänger.
Für wen lohnen sich die Aquarellmarker?
Ihre Stärke ist die Vielseitigkeit. Mit einem Stift zeichnest du Konturen, malst Flächen und arbeitest malerisch mit Wasser, ohne zwischen Farbkasten, Pinsel und Fineliner zu wechseln. Das lohnt sich für alle, die schon mit Buntstiften oder Filzstiften malen und Aquarell ausprobieren wollen, ohne gleich eine komplette Ausrüstung zu kaufen. Wer dagegen nur Malbücher mit dünnem Papier ausmalt, ist mit guten Buntstiften besser bedient.
Für unterwegs
Weil die Farbe im Stift steckt, brauchst du keinen Farbkasten und keinen Wasserbecher. Zusammen mit einem Wassertankpinsel, also einem Pinsel mit Wasser im Griff, kannst du überall Aquarell malen. Faber-Castell bewirbt die Marker ausdrücklich für Reisen und Urban Sketching, das Zeichnen draußen in der Stadt.
Weitere Themen
Noch nicht das Richtige dabei?
Tiere · Punkt-zu-Punkt · Landschaften · Bestseller · Malen nach Zahlen · Antistress · Mandala · Cozy-Malbücher · Blumen · Weihnachten
